Für Praxen

Gewaltschutz-Check für Ihre Praxis

20 Fragen zu Notfallplan, Räumen, Kommunikation, Schulung und Nachsorge. Danach sehen Sie, wo Ihre Praxis gut aufgestellt ist und womit Sie anfangen sollten. Ihre Antworten bleiben in Ihrem Browser. Es wird nichts gespeichert und nichts gesendet.

1. Organisation und Notfallplan
  1. Hat Ihr Team ein verabredetes Hilfesignal, etwa ein Codewort, ein Geräusch oder einen Signalknopf am Empfang?

  2. Weiß jede Person im Team, dass Eigensicherung vorgeht und sie die Praxis bei Bedrohung verlassen darf?

  3. Ist geregelt, wann die Polizei gerufen wird und wer das tut?

  4. Ist das Hausrecht geregelt, auch für Zeiten, in denen die Praxisleitung nicht da ist?

  5. Berücksichtigt Ihre Gefährdungsbeurteilung Gewalt und Bedrohung, und ist sie dokumentiert?

2. Räume und Ausstattung
  1. Lässt sich an der Anmeldung und im Sprechzimmer im Notfall Abstand herstellen, etwa durch Tresen oder Schreibtisch?

  2. Sitzen Patientinnen und Patienten im Sprechzimmer eher zur Tür hin, sodass niemand an Ihnen vorbei muss, um den Raum zu verlassen?

  3. Werden Gegenstände, die als Waffe dienen können, etwa Scheren, Messer oder Glasbehälter, sicher aufbewahrt?

  4. Sind Flucht- und Rettungswege frei, und sind die Räume gut ausgeleuchtet, ohne enge Nischen?

3. Kommunikation und Wartezeit
  1. Informieren Sie Wartende aktiv, wenn es länger dauert?

  2. Nehmen Sie Pausen gestaffelt, sodass die Anmeldung erreichbar bleibt?

  3. Hat Ihr Team abgestimmte Sätze für angespannte Situationen?

  4. Ist der Wartebereich ruhig gestaltet, etwa mit Wasser, Lesestoff oder Pflanzen?

4. Schulung und Unterweisung
  1. Hat Ihr Team an einem Deeskalationstraining teilgenommen, und wird es aufgefrischt?

  2. Werden neue Mitarbeitende eingewiesen, wie sie sich bei Bedrohung verhalten sollen?

  3. Haben Sie das Thema schon einmal gemeinsam besprochen, etwa in einer Teambesprechung oder einem Qualitätszirkel?

5. Dokumentation und Nachsorge
  1. Werden Vorfälle, auch Beleidigungen und Drohungen, schriftlich festgehalten, mit Zeuginnen und Zeugen?

  2. Werden Erste-Hilfe-Leistungen in einem Verbandbuch oder Meldeblock eingetragen?

  3. Weiß die Leitung, wann ein Übergriff der Unfallversicherung angezeigt werden muss?

  4. Gibt es eine Regel, wie Betroffene nach einem Vorfall betreut werden, und kennt das Team die psychologische Hilfe der Unfallversicherung?

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Grundlage der Fragen

Die Fragen fassen Empfehlungen der Kassenärztlichen Bundesvereinigung und Pflichten aus dem Arbeitsschutz zusammen. Der Check ersetzt keine Gefährdungsbeurteilung und keine Beratung durch Ihre Unfallversicherung.