Anlaufstellen, Checklisten und weiterführende Informationen für Beschäftigte, Patientinnen und Patienten, Angehörige und Einrichtungen.

Beratung und Unterstützung

AnlaufstelleKontaktWofür
WEISSER RING116 006, täglich 7 bis 22 UhrKostenfreie und anonyme Erstberatung nach einer Straftat
TelefonSeelsorge0800 1110111, 0800 1110222 oder 116 123, Tag und NachtAnonyme Gespräche in psychischen Krisen
BGW040 20207-0Allgemeine Fragen zu Unfall, Prävention, Rehabilitation und Versicherung
Polizei110Akute Gefahr, Straftat oder Bedrohung
Rettungsdienst112Medizinischer Notfall oder Feuer

Die genannten Angebote ersetzen keine medizinische, psychotherapeutische oder rechtliche Beratung im Einzelfall.

Nach einem Vorfall

Soweit es die Situation zulässt:

  1. Bringen Sie sich und andere aus der unmittelbaren Gefahr.
  2. Lassen Sie Verletzungen medizinisch versorgen.
  3. Halten Sie Zeit, Ort, Ablauf, beteiligte Personen und mögliche Zeuginnen und Zeugen fest.
  4. Sichern Sie vorhandene Nachweise, ohne sich erneut in Gefahr zu bringen.
  5. Informieren Sie die zuständige Leitung oder Ansprechstelle.
  6. Prüfen Sie, ob eine Meldung an den zuständigen Unfallversicherungsträger erforderlich ist.
  7. Lassen Sie sich zu einer möglichen Strafanzeige und zu Ihren Rechten beraten.
  8. Nehmen Sie psychologische oder kollegiale Nachsorge in Anspruch.

Für Einrichtungen

  1. Gewaltrisiken in die Gefährdungsbeurteilung aufnehmen.
  2. Ein niedrigschwelliges und vertrauliches Meldesystem einrichten.
  3. Zuständigkeiten und Abläufe nach einem Vorfall schriftlich festlegen.
  4. Deeskalation regelmäßig und situationsnah trainieren.
  5. Bauliche und technische Schutzmaßnahmen prüfen.
  6. Nachsorge für Betroffene verbindlich organisieren.
  7. Vorfälle auswerten und Schutzmaßnahmen nachsteuern.
  8. Führungskräfte sichtbar in die Verantwortung nehmen.

Offizielle Informationen

Wissen vertiefen

Mehr als 100 Beiträge ordnen Zahlen, Ursachen, Prävention, rechtliche Fragen und Erfahrungen aus der Praxis ein.